Der Kamp-Fluss

Der Kamp-Fluss > keltisch kamb: der krumme Fluss

Der Kamp entspringt im Weinsberger Wald an der Grenze des Waldviertels zum Mühlviertel bei Liebenau als “Großer Kamp”. Der “Kleine Kamp” oder Ritterkamp und der Purzelkamp sind Quellzuflüsse im oberen Bereich. Der Fluss schlängelt sich 153 km lang vom rauhen Granithochland im Nordwald weiter zu den Lößterrassen des Weingebietes im Kamptal und mündet schließlich bei Altenwörth in die Donau. Das eisenhältige Wasser des Kamps wurde stets lobend erwähnt, imposante Burgen und Ruinen laden zu Ausflügen ein. Entlang des Flusses hatten die Menschen immer wieder mit Überschwemmungen zu kämpfen, in Erinnerung ist besonders das Jahrhundert-Hochwasser des Jahres 2002. Im Zuge dieses Hochwassers hat der Fluss zahlreiche Orte überschwemmt und sich zum Teil ein neues Bett gesucht.

Quelle:        Seehöhe 920 m, Koordinaten: 14.80018 O, 48.55587 N
Mündung:    Seehöhe 180 m, Koordinaten: 15.79613 O, 48.38420 N

In den 1950er Jahren wurden hintereinander drei Kamp-Stauseen errichtet: Ottenstein, Dobra-Krumau und Thurnberg und seit damals ist die Wassertemperatur gesunken.

Das enge Tal des Flusses mit seinen Mäandern im oberen Bereich weist streckenweise keine Straßenanbindung auf und ist daher erschwert zugänglich. Bürgerinitiativen wenden sich gegen eine geplante Zerstörung des intakten Fluss- und Aulebensraumes im mittleren Kampbereich. Ab Rosenburg wendet sich der Fluss dann von Ost in Richtung Süd, das Tal wird breiter und ist dicht besiedelt. Das Gebiet “Naturpark Kamptal” wurde unter Schutz gestellt, das Klima wird hier milder, Wiesen- und Aulandschaft bilden wertvollen Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.  

In früheren Zeiten wurden entlang des Kamps und seiner Nebenflüsse viele Mühlen, Säge- und Hammerwerke betrieben und der Fluss mündete einst bei Grafenwörth in die Donau. Anlässlich des Baues des Donaukraftwerkes Altenwörth wurde 1975 die Flussmündung gemeinsam mit der Mündung der Krems nach Altenwörth verlegt, hier mündet auch der sogenannte Mühlkamp in die Donau.

 
Im Zitternberger Bereich liegt die Wehr bei der Firma Häusermann und der Hanebeck-Wörth; in alten Plänen an der Grenze zum Buchberger Gebiet ist noch der “Zitternberger Wörth” ersichtlich und hier war auch eine Pferdeschwemme situiert. Das “Zitternberger Bad” und die Badewiese werden jedoch auch heute noch genutzt. Das Fischereirevier wird von der Marktgemeinde Gars am Kamp bewirtschaftet, die Saison umfasst den Zeitraum vom 1. April bis 30. November. Forellen, Hechte, Karpfen, Aitel und Barben sind hier anzutreffen. 
 

Wenn im Sommer der Wasserstand nicht sehr hoch ist, kann man den Kamp durchqueren und in die Thunau gelangen.

Auf der rechten Flußseite liegen die Ruine Klösterl mit den Koordinaten:  15.651 O, 48.582083 N
und die Ruine Schimmelsprung, Koordinaten: 15.64762 O, 48.58539 N

 Quellen: Gerhard Jakob Mikysek: Nahe am Kamp – Eine Flusswanderung; Wikipedia, www.waldviertel-bilder.at und www.gars.at

Kamp-Zitternberg
Kamp-Nadelfabirk
Kamp-Nadelfabirk
Kamp-Wehr Zitternberg
Kamp-Schimmelsprung