Maria Dreieichen

Maria Dreieichen

Basilika Maria Dreieichen © Bwag/Wikimedia

Beliebter Wallfahrtsort der Zitternberger bis in die 1960er Jahre.  Jedes Jahr unternahm die Dorfgemeinschaft am Dreifaltigkeitssonntag (das ist der Sonntag nach Pfingsten) eine Fußwallfahrt nach Maria Dreieichen, 2 Stunden hin und 2 Stunden zurück. Im Ort angekommen, wurde zuerst die Messe in der barocken Wallfahrtskirche besucht, danach ging’s zum Bründl mit dem heilkräftigen Wasser und zur Grasel-Höhle, bevor in einem Wirtshaus die verdienten Würstel  verspeist wurden. Zum Rückmarsch traf man einander beim Urlaubermarterl unterhalb des Wallfahrtsortes.

Die letzte bekannte „Wallfahrt“ – allerdings ohne Vortragekreuz und Fahne – war eine Dankes-Wanderung, weil beim Anna-Kirtag im Juli  1979 der Regen ausgeblieben war. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, Helfer und Angehörige wanderten den üblichen Weg nach Maria Dreieichen – für den Rückweg waren damals jedoch Autos organisiert worden.

Wie wäre es wieder einmal mit einer Wanderung am Dreifaltigkeitssonntag?
8 km von der alten Kapelle über den Maierscher Berg, die Apoigerstraße in Gars, Zaingrub und Mold nach Dreieichen und natürlich die 8 km auch wieder zurück nach Zitternberg.

 

Wissenswertes zur Grasel-Höhle

Räuberhauptmann Johann Georg Grasel wurde am 4. April 1790 im heutigen Tschechien geboren und am 31. Jänner 1818 in Wien öffentlich gehängt. Im Volksmund wurde er als österreichischer „Robin Hood“ dargestellt, was er jedoch nicht war. Das Waldviertel kennt mehrere Höhlen, in denen er sich angeblich mit seinen Kumpanen versteckt gehalten haben soll.

Urlaubermarterl – © Christine Steininger

 

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